Veranstalter sagen Kuba-Reisen ab
Mit fast 200 km/h hat der Tropensturm Ike die Ostküste Kubas getroffen und große Schäden im karibischen Urlaubs-Paradies angerichtet. Jetzt haben deutsche Reiseveranstalter zahlreiche Touren gestrichen und bringen Touristen mit einer Chartermaschine vorzeitig nach Hause.
Nach dem verheerenden Hurrikan Ike haben die Reiseveranstalter TUI und Thomas Cook bis Ende September alle Reisen in den Osten Kubas abgesagt. Bis zum 26. September könnten Kunden Reisen in die Region Holguin kostenlos umbuchen oder stornieren, teilten die Unternehmen mit.
Riesige Wellen vor der Küstenstadt Baracoa: Mit 195 km/h traf Hurrikan Ike auf Kubas Ostküste. Eine Thomas-Cook-Sprecherin erklärte, dass Hotels im Osten der Insel teilweise beschädigt und Strände weggespült seien. Im Westen Kubas könnten die Reisen dagegen ungestört fortgesetzt werden. Vorsorglich hat TUI aber bis zum 17. September auch alle Rundreisen abgesagt.
Für die rund 200 TUI- und Thomas-Cook-Gäste, die zur Zeit in der besonders verwüsteten Region Holguin Urlaub machen, haben die Veranstalter ein Flugzeug gechartert, um sie vorzeitig zurück nach Deutschland zu bringen. Die Flüge des zum Konzern gehörenden Ferienfliegers Condor nach Varadero würden aber planmäßig stattfinden.
Die Gäste des drittgrößten deutschen Veranstalters Rewe könnten ihren Urlaub ungestört fortsetzen, sagte eine Sprecherin. Nur Rundreisen bis einschließlich Sonntag hat das Unternehmen abgesagt.
Hurrikan Ike hatte an der Ostküste Kubas eine Spur der Zerstörung hinterlassen. Bislang wurden vier Tote geborgen, alle Touristen seien jedoch unversehrt und wohlauf, teilten die Reiseveranstalter mit. Ike zieht nun mit Kurs auf die Küste von Texas weiter in nordwestlicher Richtung und versetzt die Bewohner von New Orleans bereits in Angst vor einem weiteren schweren Sturm.
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