Sixt bietet Carsharing an
Autofahren ab 1,50 EUR pro Stunde: Das neue Angebot von Sixt klingt verlockend. Seit zwei Monaten bietet der bundesweit größte Autovermieter in Berlin auch Carsharing an. Damit ist das Unternehmen ein Pionier der Branche. Andere Großverleiher wollen vom Autoteilen bislang kaum etwas wissen.
Dabei gibt es in Deutschland eine wachsende Zahl von Carsharern. 116.000 Nutzer registrierte der Bundesverband Car-Sharing (BCS) Anfang 2008, ein Plus von 21.000 gegenüber dem Vorjahr. Rund 36 Kunden kommen im Schnitt auf jedes der etwa 3.200 Carsharing-Fahrzeugen.
Autovermieter Sixt zeigt sich zwei Monate nach Start seines Carsharingprogramms zufrieden. Der deutschlandweit einzige “Sixti Car Club” werde von den Kunden sehr gut angenommen, erklärte ein Unternehmenssprecher. Mit genauen Nutzerzahlen wollte er die positive Zwischenbilanz aber nicht belegen. Konkurrenz mit dem eigenen Kerngeschäft, der Autovermietung, fürchtet der Branchenführer kaum: “Der Club stellt ein Angebot für junge Großstädter dar, die eine Alternative zum Autokauf suchen”, heißt es aus dem Unternehmen.
An insgesamt 20 Stellplätzen können die Clubmitglieder derzeit 100 Smart, Mini Cooper, 1er BMW und Mercedes B-Klasse parken und abholen. Bis Jahresende will Sixt in München und Paris weitere Clubs aufbauen. Die Leihpreise liegen dabei etwa auf Branchenniveau. 59,- EUR kostet der Beitritt zum Carsharerclub, Monatsbeiträge gibt es nicht. Für Tagesfahrten werden, je nach Fahrzeuggröße, zwischen 4,50 und 6,50 EUR pro Stunde veranschlagt. Nachts ist eine Autostunde schon für 1,50 EUR zu bekommen. Hinzu kommt eine Kilometerpauschale von 0,12 bis 0,19 Cent, Tankkosten inklusive. Zu spät kommen sollte man aber besser nicht: Nach einer Gnadenfrist von 15 Minuten werden bis zu 50 EUR fällig.
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